Animationsfilme eröffnen neue Welten 

 Animator  Dice Tsutsumi  in Tokio

Animator Dice Tsutsumi in Tokio

 Regisseur und Animator  Pete Docter  ist ein integraler Bestandteil der Pixar Studios in Kalifornien.

Regisseur und Animator Pete Docter ist ein integraler Bestandteil der Pixar Studios in Kalifornien.

Animationsfilme sind aus der heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken und haben längst ein eigenes Genre geschaffen, das weltweit zahllose Anhänger findet. In der Filmindustrie nimmt der Zeichentrick außerdem deshalb einen besonderen Stellenwert ein, da in ihm nichts unmöglich scheint: So werden Tiere, Spielzeuge und Kunstfiguren zum Leben erweckt und erhalten menschliche Charakterzüge und Verhaltensweisen. In der Juni-Ausgabe der CNN Kunst- und Kultursendung ‚Ones to Watch‘ geht es um Animationsfilme und zwei der bekanntesten Animationskünstler unserer Zeit: Pete Docter und Sylvain Chomet wählen ihre ‚Ones to Watch‘ und erklären, was an den jungen Talenten so besonders ist. 

Regisseur und Animator Pete Docter ist ein integraler Bestandteil der Pixar Studios in Kalifornien. Er war einer der ersten Animationsfiguren-Zeichner, den Pixar 1994 eingestellt hat. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen die Monster AG und Oben. Docter wurde für sechs Oscars nominiert und gewann 2010 die begehrte Trophäe für den besten Animationsfilm. Über seinen Berufsstand sagt er: „Ein guter Animator ist eigentlich auch ein guter Schauspieler. Trickfilmzeichner haben zwar das Talent, zu zeichnen und mit Computern umzugehen und so tolle Bewegungen zu inszenieren, aber eigentlich denken sie – genauso wie Schauspieler auch – darüber nach, was sich in den Köpfen der Charaktere, die sie verkörpern, abspielt.“ Im Juni 2015 erscheint sein neuer Zeichentrickfilm Alles steht Kopf. Schon jetzt sagen Filmliebhaber den großen Erfolg des Blockbusters voraus, in dem es um ein glückliches Mädchen geht, dessen Verstand von fünf Emotionen – Freude, Kummer, Wut, Angst und Ekel – regiert wird. Bei einem Umzug nach San Francisco sollen die Emotionen dem Mädchen dabei helfen, mit der neuen Situation zurechtzukommen. „Es war wirklich ein Projekt, das mir großen Spaß gemacht hat. Denn es eröffnet den Zuschauern die Möglichkeit, sie an einen Ort zu bringen, an den sie schön öfter gedacht, den sie aber bisher nie gesehen haben – und das ist die Welt in dem Kopf eines Jeden“, so Docter. 

Als seinen ‚Ones to Watch‘ wählt Docter den ehemaligen Pixar-Regisseur und Oscar-Anwärter Dice Tsutsumi. Tsutsumi wurde in Tokio geboren und verließ Pixar vergangenes Jahr, um sein eigenes Unternehmen zu gründen, das die beiden Animationsgrößen – USA und Japan – zusammenbringen soll. Das CNN Team begleitet Tsutsumi bei seiner Arbeit an einem neuen Projekt und erhält einen Einblick in die neuesten Techniken der amerikanischen und japanischen Animationskunst. 

Die Animationskunst von Sylvain Chomet, dem zweiten Meister des Handwerks in der Juni-Ausgabe von CNN ‚Ones to Watch‘, hat einen hohen Wiedererkennungswert, denn seine Bilder werfen eine farbenprächtige und sehr visuelle Sicht auf das Leben und die Welt. Das CNN-Team trifft den doppelten Oscar-Anwärter in der Provence, um ihm bei seiner Arbeit an dem Film The Thousands Miles über die Schulter zu blicken. 

Chomet nominiert die britische Animationskünstlerin Daisy Jacobs als seine ‚Ones to Watch‘. Sie erlernte ihr Handwerk an der Central Saint Martin’s School of Art in London und gewann die Bafta für ihren Kurzfilm The Bigger Picture.

©  CNN International

Was ist der nächste große Filmerfolg von Pixar? 

Wie Klammern zu Wasser werden. 

 

Wie animierte Filme gezeichnet werden. 

© CNN International

 

IN COOPERATION WITH 

 

KUNST & KULTUR NEWS!