DIE LAGEN BLAUFRÄNKISCHEN

Das burgenländische Winzerpaar Günter & Regina Triebaumer besinnt sich mehr und mehr auf seine höchst individuellen Böden.

PLACHEN 2011: 

Purpur, von der dunkleren Art, dezenter Lilarand, Aufsehen erregende Schlierenbildung.  Markanter Duftauftritt, der keinen Zweifel an der Souveränität dieses Athleten lässt. Wildes Kirschspektakel, schwarzer Tee, Zesten und Zimtrinde, aber auch  roter Pfirsich und geröstete Nüsse, gut mit Edelholz umrahmt. Trocken, dicht gestaelt und dabei stets von anhaltender Fruchtpikanz, kühl rauchig mit Nelken und Curry. Zwingend mineralische Art und fleischig, immens langer Abgang.  Setzt den Vorteil der ältesten Blaufränkisch-Anlagen des Hauses gekonnt um.

OBERER WALD 2011:  

Sehr dunkles Purpur mit violettem Rand, beeindruckende Schlierenbildung. Vielfältiges Geruchsspektrum mit schwarzen Cormons-Kirschen plus ein Blättchen  Minze, annähernd ätherisch-dunkel fruchtig, Pfe"ervarianten, konfierte Brombeeren,  wild und doch von einer mächtigen, ruhigen Tiefe, Dirndln und Kao Kao, trocken  mit sehr großzügigen Anlagen, die Tannine geben sich mächtig, aber einladend,  sind von feinster Körnung, die am deutlichsten die luxuriöse Reife des Jahrgangs  repräsentiert. Viele Schichten, tolle Substanz, aber doch auch getragen von einer  Pikanz, die eine klimatisch ambivalente erste Augusthälfte zur Basis hat. Lang.  Großer kühler Wein von einer heißen Lage – das Paradoxon des Oberen Waldes.

Die Plachen. »Plachen« und »Oberer Wald« heißen die beiden Weingärten, aus denen die Trauben lagenrein und in kleiner Menge vinifiziert werden. Die Plachen mit 0,7 Hektar Triebaumer’schem Anteil liegt in der kalkfreien Südhälfte des Ruster »Hotters« (lokale Bezeichnung für die Rebfläche einer Gemeinde) auf einer der fünf Großterrassen, der Boden besteht aus Lehm und Ton auf silikatigem Schotter. Der Wein präsentiert sich terroirgemäß mit kühler Würze, perfekter Reife und feinnerviger Tanninstruktur. 

 

 

 

 

 

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© Steve Haider, Sonja Priller, Plutonika