KUNST & KULTUR


DAVID GARRET - "DER TEUFELSGEIGER"

Seine erste geige bekam David Garrett zu seinem dritten Geburtstag geschenkt. Seither ist das Instrument sein ständiger Begleiter, ja fast ein musikalisches Synonym für den Künstler.

Und dazu steht der sensible Musiker.

Er wollte musizieren, kreativ sein – nie aber große Karriere machen, sondern vielmehr Spaß am Leben haben. So ganz ist das dem heute 33-jährigen, der bereits auf ein bewegtes Leben zurückblicken kann, nicht gelungen, denn Karriere hat er eben doch gemacht. als »größten Violinisten seiner Generation« hat ihn Yehudi Menuhin bezeichnet. »Wenn man etwas gern macht, macht man es eben gut«, lautet Garretts knapper Befund, wenn man ihn nach dem Geheimnis seines Erfolges fragt. Und David Garrett spielt die Geige in der Tat hervorragend. Bereits mit Fünfzehn spielte der »Wunderknabe« und Juillardschoolschüler seine ersten Paganini-Capricen auf Tonträger.

Jüngst ist ein Album mit dem Titel »14« erschienen, das genau jene Aufnahmen versammelt. Mit großem Stolz verweist der Künstler auf das kostbare Instrument, dem er schon damals die schönsten Laute entlocken konnte: es handelte sich um eine Stradivari aus dem Jahr 1718, die er mit Ehrfurcht und Respekt zu bedienen wusste. Doch David Garrett will auch Vermittler sein: er ist ein Meister darin, Rock- und Popmusik mit klassischen Werken zu verbinden.

Seinen weniger wohlmeinenden Kritikern antwortet er damit, dass ihn Kultur-Snobismus nicht interessiere und er möglichst viele Menschen mit seiner Musik erreichen wolle. Und konsequenterweise erschließt er sich dafür ständig neue Kanäle: Im september 2012 agierte er erstmals als Schauspieler und übernahm die Rolle des Niccolò Paganini in Bernard Roses Literaturverfilmung »Der Teufelsgeiger«.

Foto: © PhiliPP müller/DG

 

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