Fotografie – ein allgegenwärtiges Medium

Mehr als jedes andere Bildmittel hat die Fotografie unsere Wahrnehmung der Welt geprägt und unser Verhältnis zur Wirklichkeit verändert. Sie ist ein allgegenwärtiges Medium, das beinahe jeder von uns nutzt – was nicht bedeutet, dass es gleich zur Kunstform wird. 

In der CNN Kunst- und Kultursendung ‘Ones to Watch’ dreht alles um die Fotografie. CNN Zuschauer erfahren dabei, welche Fotografen das Handwerkszeug dazu haben, zu den nächsten Meistern der Szene zu werden und was ihre Fotokunst ausmacht. Der französische Fotograf Yann Arthus Bertrand nominiert diesen Monat zwei völlig unterschiedliche Talente der Branche: Den Dokumentarfotografen Richard Mosse und Nicolas Henry, den Meister der inszenierten Fotografie. 

Yann Arthus Bertrand wird für seine spektakulären Luftaufnahmen international gefeiert. Sein Buch Earth from Above wurde über 300 Millionen Mal verkauft und sein berühmter Film Home, in dem er die faszinierende Schönheit der Welt von oben zeigt, wurde von über 600 Millionen Menschen weltweit gesehen.

In seiner Karriere hat er bereits 110 Länder vom Hubschrauber aus fotografiert. In CNN ‚Ones to Watch‘ spricht er über die Schwierigkeiten seiner Arbeit und erklärt: „Ich denke, dass es etwas gibt, dass alle Fotografen gemein haben – wir lieben, was wir tun. Wir arbeiten meist alleine, haben mit vielen Hindernissen zu kämpfen, meist kein Geld, besitzen am Ende Bilder, die nicht publiziert werden und dennoch haben wir diese Leidenschaft für unser Handwerk.“

‚Ones to Watch‘ besucht den Fotografen in seinem Pariser Studio, in dem er den letzten Schliff an seiner neuen Reportage Human vornimmt, die erstmals im Mai beim Filmfestival in Cannes gezeigt werden soll. 

  Yann Arthus Bertrand

Yann Arthus Bertrand

Yann Arthus Bertrand ernennt den irischen Dokumentarfotografen Richard Mosse als seinen ‚Ones to Watch‘.

Mosse hält den Deutsche Börse Photography Prize und gestaltete den irischen Pavillion bei der Biennale 2013 in Venedig. Er arbeitet in der Demokratischen Republik Kongo mit einer aussortierten Infrarotkamera, die der abgelichteten wilden Landschaft und Szenen menschlichen Leids einen pinken Farbton verleiht.

In seinem New Yorker Studio erklärt er seine fotografische Herangehensweise: „In meiner Arbeit interessiert mich am meisten der Punkt des Scheiterns beim Erstellen von Dokumentar-fotografien und bei mir selbst. Mich interessiert mein eigenes Scheitern in der Darstellung der Realität, die Grenzen, an die ich während meiner Arbeit stoße. Dann versuche ich Abstand zu nehmen und die Dokumentarfotos in kleine Teile zu zerschmettern, um zu verstehen, aus was sie sich zusammensetzen, und um sie dann wieder zusammenzufügen und so Menschen zu überraschen.“ 

 

  Richard Mosse  

Richard Mosse 

Der zweite Künstler, den Yann Arthus Bertrand nominiert, ist der französische Fotograf Nicolas Henry, der für seine inszenierte Fotografie bekannt ist. Mithilfe unterschiedlicher Requisiten, Sets und kinematischen Lichts kreiert er Großproduktionen. Das CNN Team besucht ihn, während er eine neue Fotoszene erstellt: Eine komische Szene im Chateau de Longchamps in Frankreich. Bertrand sagt über Henry: „Er ist eher Künstler als Fotograf. Außerdem hat er ein großes Herz. Er kommt den Menschen bei seiner Fotografie sehr nahe. Meiner Meinung nach ist er durch seine Arbeit ein Aktivist.

 

 

 

 

 

 

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