KUNST & KULTUR

"Für ein Kind ist es sehr wichtig, eine Familie zu haben, denn wenn man als Kind viel liebe bekommt, kann man sie als Erwachsener weitergeben."

Anna Netrebko

 

ANNA NETREBKO

DAS GESICHT DER OPER IM 21. JAHRHUNDERT

Wie kaum eine andere Sopranistin versteht es die Netrebko meisterhaft, ihrem Publikum den Kopf zu verdrehen. Nicht nur durch ihren unterkühlten Sex-Appeal, wie man ihn aus »Manon« kennt, sondern auch durch ihre Leidenschaft, ihre Erotik, die sie in ihre Stimme, in die Musik legt. »Musik ist erotisch«, sagt Anna. und das könnte immerhin auch ein Grund dafür sein, dass das Genre Oper derzeit eine neue Blüte erlebt.

Anna Jurjewna Netrebko wurde 1971 im südrussischen Krasnodar als Tochter eines Geologen undeiner Ingenieurin geboren. sie absolvierte ein Gesangsstudium am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg und wurde ans Mariinsky-Theater engagiert. Bei den salzburger Festspielen 2002 gelang ihr schließlich der große Durchbruch als Donna Anna in »Don Giovanni«.

In Wien hat sie vor allem als »Manon« in Jules Massenets oper Furore gemacht. Vor einigen Jahren erhielt die Diva die österreichische Staatsbürgerschaft. Sie liebt Wien, die Oper – und natürlich ihre Familie, die seit September 2008 durch Sohn Tiago Aruã Schrott vervollständigt wird. Stolz ist auch der Vater, der uruguayische Bariton Erwin Schrott, auf seinen Sprössling. Privat ist Anna ein leidenschaftlicher Familienmensch. »Ich hatte Glück, ich hatte fantastische Eltern und in unserer Familie waren wir uns immer sehr eng verbunden«, sagt sie heute. Für ihren Tiago Aruã ist sie eine vorbildliche Mutter – ein Kind muss Liebe bekommen, das hat Anna auch im Schoße ihrer Familie gelernt. Und diese liebe gibt sie an Tiago Aruã weiter. Ihr soziales Engagement bringt die Diva seit vielen Jahren als internationale SOS-Kinderdorf Botschafterin ein.

 

Foto: © Mat Hennek/DG


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