Auf der Suche nach Lagerfelds Erfolgsgeheimnis. Der Mann hinter CHANEL im INTERVIEW!

 Der Ort, an dem sich auch Karl Lagerfeld Inspiration für seine Entwürfe holt:  Coco Chanels Apartment    Fotos: © CNN International

Der Ort, an dem sich auch Karl Lagerfeld Inspiration für seine Entwürfe holt: Coco Chanels Apartment

Fotos: © CNN International

KARL LAGERFELD - Der Mann hinter CHANEL

Als Karl Lagerfeld 1983 als Kreativdirektor bei Chanel einstieg, hatte das Unternehmen der legendären Modeschöpferin Coco Chanel einen leicht angestaubten Ruf als Label für ältere Damen inne. Der Aufstieg des Luxuslabels zum Millardenkonzern, der noch heute maßgeblich die Trends der Modebranche beeinflusst, wird nicht zuletzt Lagerfelds moderner Interpretation und Revitalisierung von Chanels Erbe zugeschrieben. Derek Blasberg machte sich für CNN Style in Paris auf die Suche nach Lagerfelds Erfolgsgeheimnis

In einem seiner seltenen Interviews verriet Lagerfeld, dass die französische Hauptstadt trotz der aktuell schwierigen Lage noch immer der beste Ort sei, um Mode zu machen und zu zeigen. Die Vorstellung, die Stadt allein würde ihm als Inspiration für seine Arbeit dienen, lehnt er jedoch ab. Solches Denken sei für ihn klischeebehaftet. „Entweder man hat Ideen, oder eben nicht. Egal woher man sie nimmt,“ so der Designer. 

Hubert Barrère, Artistic Director bei Lesage, hält Lagerfeld für einzigartig, da er stets an morgen denkt. Er versuche sich stetig an neuen Dingen und gehe so an die Grenzen des Vorstellbaren. Gleichzeit zeichne Lagerfeld ein tiefer Respekt für den handwerklichen Aspekt des Modeschaffens aus. „Bei Fashion geht es darum stetig etwas anderes, aktuelles und begehrenswertes zu kreieren,“ erklärte Barrère. Mit dieser Formel habe Lagerfeld Chanel zurück an die Spitze geführt. Lagerfelds Weggefährtin bei Chanel, Cécile Ourvard, beschreibt ihn als Genie mit einem grenzenlosen Vorrat an Ideen, der es schafft mit seiner Liebe zum Detail immer wieder zu überraschen. 

Für Lagerfeld selbst kommt es einem Wunder gleich, dass er mit 82 Jahren noch immer eine solche Relevanz besitzt. „Das ist eine komische Geschichte, die mir gleichzeitig irgendwie fremd ist. Es gibt auf der einen Seite den Mann, den Sie sehen, und auf der anderen Seite den kleinen Jungen, der hart an seinen Entwürfen arbeitet und seine Hausaufgaben erledigt. Aber ich liebe dieses Doppelleben aus der Vorstellung der Leute und meiner eigenen Realität. Beides bezaubert mich“, erklärt Lagerfeld. 

Das wohl größte Geheminis für seinen Erfolg dürfte jedoch Lagerfelds Bereitschaft zur Veränderung sein, die er so beschreibt: „Wir leben in einer sich verändernden Welt. Ich mag Veränderung, weil die 

Dinge ohne sie langweilig werden. Es ist besser Opportunist zu sein. Ich bin ein intellektueller Opportunist.“ 

Bonjour Paris Hinter den Kulissen der Haute Couture-Fashionweek

Paris – ein Synonym für Stil, Eleganz und Kultur. Seit Jahrhunderten gilt die Stadt an der Seine als Magnet für Kreativität und fesselte Autoren, Künstler sowie Designer aus der ganzen Welt mit Romantik, Kühnheit und joie de vivre. Doch was genau macht Paris’ Stil so einzigartig? 

Um das herauszufinden, besucht CNN Style-Moderator Derek Blasberg die französische Hauptstadt zur Haute Couture-Fashionweek. Es gibt wohl keinen geeigneteren Platz um die Reise durch die Modemetropole zu starten als den Ort, an dem sich auch Karl Lagerfeld Inspiration für seine Entwürfe holt: Coco Chanels Apartment. Seit ihrem Tod 1971 blieb die Wohnung, in der Künstler wie Dalí und Picasso zu Gast waren, unberührt. „Wenn diese Wände sprechen könnten, welche Geschichten würden sie erzählen können“, schwärmt Blasberg bei einem Streifzug durch die luxuriösen Räumlichkeiten. 

Zwar traf Blasberg Karl Lagerfeld nicht beim Zeichnen im Apartment, aber im Vorfeld seiner Haute Couture-Modenschau an. Während der letzten Kleideranprobe nutzt der CNN Style-Moderator die Gelegenheit mit Lagerfeld darüber zu sprechen, wie sich Paris seit seiner Ankunft in den 1950er Jahren verändert hätte. „Das ist keine einfache Frage, da aktuell Paris nicht seine glamouröseste Zeit erlebt. Ich muss sagen, dass ich Paris noch nie so düster wahrgenommen habe wie jetzt. Doch ich könnte nicht weniger betroffen sein: Ich habe mein Studio, meine Arbeit und reise, wann immer ich möchte, nach Rom. Doch Paris muss sich anstrengen, um wieder Paris zu werden.“ 

„Als ich nach Paris kam, war das eine andere Welt. Es war sehr französisch und erinnerte auch an die alten französischen Filme. Ich habe das Gefühl in einer Welt gelebt zu haben, die so nicht mehr existiert. Nichtsdestotrotz ist Paris noch immer der beste Ort, um Mode zu präsentieren“, so Lagerfeld. 

Bei der anschließenden Chanel-Show tummeln sich Schauspieler, Models und It-Girls, um die neusten Kreationen des Artistic Directors zu bewundern. Mit Golden Globe-Gewinnerin Jessica Chastain und der französischen Schauspielerin Vanessa Paradis spricht CNN Style-Moderator Derek Blasberg über die Einzigartigkeit von Karl Lagerfeld, der sich selbst einen intellektuellen Opportunisten nennt. 

Sich in der Modemetropole aufzuhalten, bringt auch stets ein Phänomen mit sich, über das man sich den Kopf zerbrechen kann: Wie schaffen es die Pariser Frauen in Jeans und T-Shirt so unaufgeregt und gleichzeitig so lässig und cool auszusehen? Um diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen, besucht Blasberg Stilikone und frühere Vogue-Chefredakteurin Carine Roitfeld. Doch ihre erste Assoziation mit Paris gilt keinem besonderen Label oder Kleidungsstück, sondern einer Farbe: Schwarz. „Ich denke, dass Schwarz sehr typisch für Paris ist. Französische Frauen gehen nicht gerne ein Risiko ein. Wir haben das von unseren Müttern und Großmüttern gelernt: Kauft man einen Mantel, nimmt man einen schwarzen. Das ist klassischer und zeitloser.“ 

Doch Paris ist nicht nur Modemetropole. In der Vergangenheit haben sich immer wieder bedeutende Künstler an der Seine niedergelassen. Picassos bekanntesten Meisterwerke sind dort entstanden. Doch wer sind die zeitgenössischen Künstler im heutigen Paris? 

Gilles Fuchs, einer von Frankreichs führenden Kunstsammlern, bringt CNN Style mit einem Künstler zusammen, der in seinen Werken Naturkatastrophen, Terrorismus und die Problematik der Migration verarbeitet. Der aus Kamerun stammende Barthélémy Toguo führt durch seine Ausstellung in einer Kirche in Montpellier und spricht über „Kunst als Waffe“. 

Zurück im pulsierenden Paris steht der Love Ball an. Ein Event, um Spenden für die Naked Heart Foundation zu sammeln, die von Model Natalia Vodianova vor 12 Jahren ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit Milla Jovovich genießt Blasberg den Abend in der Louis Vuitton Foundation, einem der beeindruckendsten Werke moderner Architektur. 

Der Brutalismus hingegen ist nicht die architektonische Stilrichtung, die besonders viele positive Assoziationen weckt, aber Fotograf Laurent Kronental zeigt seine Sicht auf die Schönheit von Paris‘ vergessenen Monumenten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impossant: Hinter den Kulissen des CHANEL Ateliers.

Die vierte Episode von CNN Style sehen Sie auf CNN International am 

Mittwoch, den 13. Juli um 18.30 Uhr 

Samstag, den 16. Juli um 7.30 Uhr und 20.30 Uhr 

Sonntag, den 17. Juli um 14.30 Uhr 

 

EDITION.CNN.COM/STYLE

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