PARIS - HAUPTSTADT DER MODE: Hinter den Kulissen mit der neuen         DIOR- Kreativdirektorin Maria Grazia Chiuri

Maria Grazia Chiuri: Dior hat eine große Geschichte, es gab viele unterschiedliche Zeiten in dieser Firma und genauso differenziert muss man auch denken..."

  DIOR´s neue Kreativdirektorin:  Maria Grazia Chiuri                                                                                                                            Fotos:  ©  CNN International

DIOR´s neue Kreativdirektorin: Maria Grazia Chiuri                                                                                                                           Fotos: © CNN International

Hinter den Kulissen

  Designerin Vera Wang

Designerin Vera Wang

 Auf dem Weg zur  Dior-Fashion-Show  holt Blasberg noch Schauspielerin  Sienna Miller  ab

Auf dem Weg zur Dior-Fashion-Show holt Blasberg noch Schauspielerin Sienna Miller ab

Die Jahreszeit der Winter-Modeschauen findet mit dem Stopp in Paris ihren Schlussstein, der sich aber keinesfalls verstecken muss. Nicht nur gilt die Metropole an der Seine als Hauptstadt der Mode, sondern auch als Inspirationsquelle und Wahlheimat Kreativer aus der ganzen Welt. Vor bald 100 Jahren sagte schon Schriftsteller Ernest Hemingway, dass Paris‘ Schönheit etwas in ihm stille, das in Amerika immer hungrig sei. 

Designerin Vera Wang geht noch einen Schritt weiter: Paris habe sie gerettet. CNN Style-Host Derek Blasberg erzählt sie im Interview die Geschichte dazu. Als ambitionierte Eiskunstläuferin schaffte sie es nicht zu Olympia und fing an für Vogue zu arbeiten, stellte dabei jedoch fest, dass das auch nicht das Richtige für sie ist. Durch ihre Zeit in Paris hat sie den Mut gefasst, Designerin zu werden oder, wie sie selbst sagt, ein drittes Leben zu beginnen. „Sie lieben das Leben, sie umarmen das Leben und machen dir klar, dass es mehr als Arbeit gibt – eine komplett andere Seite. Und merkwürdigerweise macht dich das noch kreativer,“ so die weltbekannte Designerin über den französischen Lebensstil. 

Doch die in den 1990er durch ihre Brautmode bekannt gewordene Designerin ist nicht die einzige, die Derek Blasberg trifft. Maria Grazia Chiuri ist Diors neue Kreativdirektorin, womit zum ersten Mal eine Frau diesen Posten innehält. Blasberg trifft sie hinter den Kulissen bei den Vorbereitungen für ihre nächste Show, wo er miterleben kann, wie Chiuri mit ihren Kollektionen ein feministisches Statement setzen, aber auch Tradition und Erbe des Pariser Labels bewahren will. „Als ich hier ankam, sagte mir jeder, dass Dior eine feminine Mark sei… Und ich sagte, ‚okay, aber wir müssen über Frauen reden‘. Feministinnen sprechen über gleiche Möglichkeiten. Ich habe eine Tochter und einen Sohn und hoffe, dass die beiden die gleichen Möglichkeiten im Leben haben werden. Davon handelt Feminismus und nicht mehr,“ so die frühere Valentino-Designerin über ihren Ansatz. Jedoch liegt ihr auch der traditionelle Aspekt des Modehauses am Herzen: „Dior hat eine große Geschichte, es gab viele unterschiedliche Zeiten in dieser Firma und genauso differenziert muss man auch denken. Ich habe für mich entschieden, dass ich zum Teil hier auch Kuratorin bin, da es neben Christian Dior auch viele andere gab: Saint Laurent, Bowens, Galliano, Raf Simons oder Hedi Slimane. Es gibt keinen simplen Weg, die Marke zu fassen.“ Auf dem Weg zur Dior-Fashion-Show holt Blasberg noch Schauspielerin Sienna Miller ab, die sich auch merklich über Maria Grazia Chiuri freut: „Erstens ist sie unfassbar talentiert, zweitens ist es verrückt, dass das noch nie da gewesen ist… Ich mag die Idee, dass ein Modehaus den Wandel begrüßt, dass Frauen für ihre unglaublichen Qualitäten Anerkennung verdienen.“ 

Dass sich die Liebe zu Paris und zur Mode auch über Generationen vererbt, beweisen die britische Schauspielerin Jane Birkin und ihre jüngste Tochter Lou Doillon. Auch wenn sich die Auffassung zu den modischen Statements der 1960er unterscheidet, so finden doch beide nur die wärmsten Worte für die französische Hauptstadt, in der sich kreative Menschen aus Musik, Film und Mode sammeln: „Ich denke, es war ein wunderbarer Ort, um zusammenzukommen. Die Menschen rauchen, trinken, haben Spaß und diskutieren viel und gerne. Das ist dieser Wahnsinn, den ich so sehr schätze. Ich hoffe, daran ändert sich nicht viel,“ so Lou Doillon. 

 



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