KÖNIGIN DER SINNE - DIE TRÜFFEL

Man sagt ihr aphrodisierende Wirkung nach und selbst Götter delektierten sich an ihr: Die Trüffel, Symbol für sinnlich-feinen Genuss, beflügelte Dichter und Denker zu Lobeshymnen; sie machte die Ärzte des Mittelalters zu erklärten Weisen und verwandelt zeitgeistige Genießer in Experten des guten Geschmacks.

DIE KÖNIGIN – DIE WEISSE TRÜFFEL

Die berühmtesten Trüffeln der Welt wachsen um Alba, besser bekannt als »Weiße Trüffeln«; in Insiderkreisen gilt diese Pilzart als eine der hochwertigsten. Die zweifelsohne teuerste Sorte ist die begehrte Alba-Trüffel, davon kann ein Kilo schon mal bis zu 6.000 Euro kosten. Hochsaison hat dieser Pilz bis Ende Jänner, Fundorte sind Norditalien oder Kroatien. Charakteristisch ist der feine, aromatische Duft, daher wird diese Trüffelsorte mit Bedacht verzehrt – zumeist gehobelt oder fein verarbeitet, sodass sich ihr Aroma bestmöglich entfalten kann.

SCHWARZE SOMMERTRÜFFEL

Die Schwarze Trüffel ist eine klassische Sommertrüffel, eigens geschulte Hunde suchen nach diesem kostbaren Gut. Ob nach dem dritten Vollmond oder ausschließlich bei Nacht gefunden – jede Region hat ihre eigenen Rituale, die zum besten Suchergebnis führen. Klassisch ist auch ihr Duft, ein wenig nach Knoblauch, in jedem Fall intensiv und aromatisch; sie gedeiht am besten in den pinienbewachsenen Wäldern Italiens.

 

DIE AROMATISCHE – DIE WINTERTRÜFFEL

Bei Gourmets hoch im Kurs steht die Périgord- Trüffel, eine besondere Winteredeltrüffel, die in begünstigten Regionen in Südfrankreich, aber auch Nordspanien oder -italien gedeiht. Sie wächst im Waldboden und zeichnet sich durch ihr charakteristisches nussartiges Aroma aus. Freilich hat auch sie ihren Preis. »Günstig« ist ein Menü mit Trüffeln nun mal nicht. Allerdings ist die Burgundertrüffel etwas weniger hochpreisig. Sie schmeckt ebenfalls fein und hocharomatisch.